Posts mit dem Label GAU werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label GAU werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 13. April 2011

13.04.2011 - Atomgau Fukushima - Kehrt die Welt zur Normalität zurück?

Nun ist es amtlich. Der Atomgau in Fukshima wurde genauso schwer eingestuft wie der Unfall in Tschernobyl. Die Nachrichten aus Fukushima rangieren auf den hinteren Plätzen der aktuellen Meldungen.

Freitag, 8. April 2011

08.04.2011 - Atomgau Fukushima - Kernschmelze unter freiem Himmel

Schlimmer kann man  sich einen Gau kaum vorstellen. Unter freiem Himmel findet eine Kernschmelze statt. Damit ist sicher, dass immer weiter Radioaktivität in die freie Umgebung entweichen kann. Warum teilt der Betreiber von Fukushima dieses Horroszenario der Weltöffentlichkeit nicht mit? Was verspricht man sich davon, zu schweigen?
Dieser Atomgau wird nach meiner Meinung noch für viel Probleme nicht nur in Japan sorgen. Wann kommt die Radioaktivität in spürbarer Menge nach Europa? Wie kann es sein, dass wir hier noch immer ohne Plan für den endgültigen Stop der AKWs sind?
Ist das der Punkt in der Geschichte, wo wir die Welt für unsere Nachfahren für immer zerstören?
Link zum Thema:
http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2011/0407/fukushima.php5

Mittwoch, 6. April 2011

06.04.2011 - Fukushima Atom Gau - Explosion noch möglich?

Noch immer ist die Gefahr einer Wasserstoffexplosion nicht endgültig vom Tisch. Dass ein Gau kein normaler Betriebsunfall ist, zeigt sich immer deutlicher. Sollte es zu einer Wassertoffexplosion kommen, dann ist die Wahrscheinlichkeit für den Austritt weiterer radioaktiver Stoffe sehr hoch. Damit aber würde das Drama noch schlimmer als es eh schon ist.
Die Frage, wann dieser Gau KEINE Gefahr mehr darstellt und er als BEHOBEN betrachtet werden kann, kann auf dieser Welt wohl heute niemand beantworten. Ich bezweifle sogar, dass es jemanden gibt, der sicher sagen kann, dass dieser GAU überhaupt irgendwann einmal behoben sein wird und KEINE weitere Gefahr für Laib und Leben von den Unglücksmeilern mehr ausgeht.
Alleine aber schon diese Unmöglichkeit über den Ausgang des Dramas jetzt und heute etwas zu sagen, beweist mir, dass auf dieser Welt kein Platz für AKWs ist.
Deshalb: Abschalten, SOFORT!

Link zum Thema:
http://www.focus.de/panorama/vermischtes/fukushima-1-tepco-will-mit-stickstoff-drohende-explosion-verhindern_aid_615890.html

06.04.2011 - Fukushima Atom Gau - Leck ist dicht

Die wohl erste Erfolgsmeldung im Kampf gegen den Atom Gau in Japan kann vermeldet werden.
Es ist wohl gelungen, das Leck zu schliessen.
Aber dies ist nur ein kleiner Erfolg im Kampf gegen die radioaktive Verseuchung. Noch ist das Kernkraftwerk in Fukushima eine Bedrohung für die japanische Bevölkerung und den Rest der Region - wenn nicht gar für den Rest der Welt.
Link zum Thema:
http://www.tagesschau.de/ausland/fukushima424.html

Dienstag, 5. April 2011

05.04.2011 - Fukushima Atom Gau - Strahlung und Evolution

Wenn man sich die Liste der Atomunfälle anschaut, dann kann man Angst bekommen.  (http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Unf%C3%A4lle_in_kerntechnischen_Anlagen ) Dass diese lange Liste von Unfällen nicht dazu geführt hat, die Nutzung der Kernkraft grundsätzlich weltweit zu stoppen, gibt mir die Gewissheit: der Mensch kann in diesen Kategorien KEINE vernünftige Entscheidung treffen.
Warum ist das so?
Wir Menschen haben keine Rezeptoren, die uns radioaktive Strahlung wahrnehmen lassen. Die Natur hat es so geregelt, dass wir Menschen in Normalfall niemals einer lebensgefährlichen, radioaktiven Strahlung ausgesetzt sind. Wäre unsere Umwelt anders gestaltet, dann hätten die Lebewesen auf diesem Planeten auch im Laufe ihrer Evolution Sinnesrezeptoren entwickelt, die sie diese Gefahr spüren lassen würde.
Dass der Mensch nun durch seine Fähigkeit, die Welt zu erforschen, eine Möglichkeit gefunden hat, Energie durch Bau einer gefährlichen Strahlungsquelle zu erzeugen, ändert nichts daran, dass der Mensch immer noch keine Rezeptoren entwickelt hat, Radioaktivität sinnesrezeptorisch zu erkennen.
Dieser Mangel aber ändert nichts an der Gefährlichkeit der Strahlung. Hätte der Mensch entsprechende Sinnesrezeptoren, dann wäre er nie auf die Idee verfallen, diese Möglichkeit der Energiegewinnung überhaupt in Erwägung zu ziehen.
Dass wie Menschen auf die Idee verfallen sind, Energie durch Kernkraft zu erzeugen, zeigt mir aber auch: Wir sind sehr unvollkommene Produkte der Evolution. Der Versuch der Evolution, Überleben dadurch zu fördern, dass man die Granularität der Handlungsmuster extrem verkleinert (wir bezeichnen das als Denkfähigkeit, manchmal auch als freien Willen), kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir nicht in der Lage sind, Gefahren, für die wir KEINE Rezptoren besitzen, korrekt einzuschätzen.
Andererseits ist das vom Standpunkt der Evolution aus auch nicht so schlimm. Die Evolution geht oft Wege, die Einbahnstrassen sind. Das ist der Evolution an sich egal, sie macht dann eben an anderer Stelle weiter.
So gesehen wäre es für die Evolution vollkommen egal, ob der Mensch sich selber vernichtet oder nicht. Mal sehen, ob wir das verhindern werden. Ist die Evoution doch besser, als ich es vermute?

Montag, 4. April 2011

04.04.2011 - Fukushima Atom Gau - jetzt wird der Pazifik verseucht

Wenn nun Tonnen von verstrahlten Wassers in den Pazifik geleitet werden, dann muss die Frage erlaubt sein, ob die Unbedenklichkeitserklärungen, die man nun vernimmt, auch so zuverlässig sind, wie die Beteuerungen, dass AKWs sicher sind.
Ich bin der Meinung: Sie sind eben so unzuverlässig.
Das Problem: Jetzt geht es um Tiere und Pflanzen, die sich nicht wehren können. Aber können sie das wirklich nicht?
Die Natur rächt sich immer, wenn man sie schädigt. Und ist es nicht auch eine Art Rache, wenn man dann verstrahlte Fische fängt?
Was solls. Verhungern oder verstrahlen. Tot ist tot.
Dass diese Massnahmen nun allerding auch Länder betreffen könnten,die nicht unmittelbar beteiligt sind, macht die Sache problematisch. Im Tod sind wir aber alle gleich - so gesehen erzwingt dieser Atomgau eine ganz neue Art von Globalisierung - die Globalapokalypse.
Wir sehen weiter, dass niemand auch nur im Entferntesten daran denkt, Japan diese Massnahme  zu untersagen. Wir handeln und denken halt global - auch im Untergang.

Link zum Thema:
http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.fukushima-tepco-leitet-verseuchtes-wasser-ins-meer.6fd5232d-625d-4cc6-986f-71df4f1b5f94.html

04.04.2011 - 438 mögliche Atom Gaus - die Welt am Abgrund?

Fukushima mal 438? Was wäre die Folge? Welche Völkerwanderungen würden da einsetzen?
Und vor allem: WOHIN sollten alle Betroffenen wandern?
Es ist sicher sehr theoretisch, anzunehmen, dass alle 438 AKWs, die sich derzeit auf der Welt in Betrieb befinden, zeitnah havarieren. Trotzdem erlaube ich mir die Vorstellung, dass diese AKWs in einem Supergau nach Vorbild Fukushima kollabieren.
Wenn man die verlinkte Karte anschaut, dann komme ich zu dem Schluss, dass nahezu die ganze Welt damit unbewohnbar gemacht werden könnte.
Ist die Menschheit wirklich so dumm, sich bewusst so einer Gefahr auszusetzen?
Scheinbar ja. Schade.
Link zum Thema:
http://www.stern.de/politik/ausland/akw-standorte-weltweit-wo-atomkraftwerke-stehen-1568284.html

Donnerstag, 31. März 2011

31.03.2011 - Atom Gau - Aus für die deutschen Altmeiler rückt näher

Laut einer Aussage des Vorsitzenden der Reaktorsicherheitskommission, Rudolf Wieland, rückt wohl das endgültige Aus für die deutschen Altmeiler ein Stück näher.
Vor allem der mangelhafte Schutz vor Flugzeugabstürzen legt diese Vermutung nahe. Eine Nachrüstung wäre wohl nicht mehr rentabel.
Dies ist  grundsätzlich eine gute Nachricht. Ich frage mich allerdings, wie lange man noch braucht, um diese Erkenntnis endlich in Entscheidungen zu manifestieren.
Link zum Thema:
http://www.stern.de/politik/deutschland/atomdebatte-aus-fuer-deutsche-alt-akw-rueckt-naeher-1669630.html

Mittwoch, 30. März 2011

30.03.2011 - Fukushima - Atom Gau - Evakuierung ausdehen?

Greenpeace Experten haben in der Gau Region Strahlungsmessungen vorgenommen. Die Ergebnisse sind so bedenklich, dass Greenpeace zu dem Schluss kommt, dass eine weitergehende Evakuierung dringend angeraten ist.
Das Messteam hat ausshalb der Evakuierungszone Werte gemesssen, die die erlaubte Jahredosis bereits innerhalb weniger Stunden liefern.

Link zum Thema:
http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/greenpeace_verseuchung_erfordert_weitere_evakuierungen/

30.03.2011 - Fukushima - Atom Gau - Strahlung hoch, Meer verseucht

Der Gau geht weiter. Immer mehr radioaktives Wasser fliesst ins Meer. Damit sind auch die Meeresbewohner vom Gau dirket betroffen. Wann werden tote Fische angeschwemmt? Es ist wohl nur eine Frage der Zeit.
Auch in der Umgebung der Gaureaktoren steigt die Strahlung.
Wann wird die Parole ausgegeben werden, dass die Umgebung um Fukushima großräumig evakuiert werden muss?
Japan ist mitten drin in der größten von Menschen gemachten Katastrophe aller Zeiten. Wird die Welt daraus lernen?
Link zum Thema:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,753933,00.html

Dienstag, 29. März 2011

29.03.2011 - Warum der Betrieb von AKWs den Menschenrechten widerspricht

Wenn wir uns die Menschenrechte anschauen, dann finden wir in Artikel 3 dort geschrieben:
Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.
 (http://www.amnesty.de/umleitung/1899/deu07/001?lang=de%26mimetype%3dtext/html)

Ich sehe mein Recht auf  Leben und vor allem auf Sicherheit durch den Betrieb von Atomkraftwerken gefährdet. Spätestens seit der Katastrophe in Japan ist der Beweis erbracht, dass jedwede Annahme, die auf der Aussage fusst, dass der Betrieb von AKWs sicher sei, falsch ist. Dieser Beweis läuft heute noch immer vor unser aller Augen ab.
Wenn aber heute endgültig und vollkommen zweifelsfrei der Beweis erbracht ist, dass der Betrieb von AKWs das Recht auf Leben und die Sicherheit von Personen gefährdet, dann muss die Frage erlaubt sein, ob der Betreiber von AKWs, der von Gesellschaften (oder Nationen) per Gesetz das Recht erhalten hat, diese Gefährdung zu betreiben, diese Gefahr adequat absichert oder besser: versichert.
Wurde er von den Gesellschaften, die ihm die Erlaubnis erteilt haben, dazu nicht verpflichtet, dann haben nach meiner Ansicht bereits diese Gesellschaften den Artikel 3 der Menschenrechte missachtet.
Es steht ausser Frage, dass es Nationen erlaubt ist, sich um die Menschenrechte nicht zu scheren (wenngleich ich so eine Gesellschaft als nicht sehr zivilisiert bezeichnen würde). Das Problem beginnt aber dort, wo so eine Nation eine Gefährdung aufbaut bzw. aufbauen lässt, die NICHT an ihren Landesgrenzen halt macht.
Radioaktive Strahlung bzw. die sie tragenden Luft- und Staubpartikel scheren sich nicht um Landesgrenzen, sie überwinden diese ohne jeglichen Widerstand.
In unserer zivilisierten Welt ist nahezu jedwedes Risiko versicherbar - nur der Betrieb von AKWs nicht. Wenn eine Gesellschaft sich mehrheitlich FÜR eine bestimmte Gefährdung ausspricht, dann muss sie in jedem Falle sicherstellen, dass im Falle des Eintritts eines Schadens an Personen (oder am Besitz dieser Personen) diesen Personen dieser Schaden adequat ausgeglichen wird. Dazu muss die Gesellschaft entsprechende Gesetze  erlassen. Sei es, dass sie die Betreiber einer Gefahr dazu verpflichtet, sich gegen einen Schadensfall zu versichern oder dass sie selbst die Garantie gibt, einen auftretenden Schaden zu regulieren. Ich bin der Meinung, dass sich dieser Anspruch direkt aus Artikel 3 der Menschenrechte ableiten lässt.

Es stellt sich die Frage, wie zu handeln ist, wenn sich erst im Laufe der Zeit herausstellt, dass eine bestimmte Aktivität ein so großes Gefährdungspotential besitzt, dass sie gemäß Artikel 3 der Menschenrechte das Recht auf Leben und Sicherheit von Personen stark beeinträchtigt.
Die Antwort kann nur ein Bekenntnis für oder gegen die Menschenrechte sein. WENN man den Artikel 3 der Menschenrechte ernst nimmt, dann sind die Konsequenzen klar. Entweder man untersagt die besagte Aktivität oder man stellt sicher, dass Schäden, die durch diese Aktivität entstehen können, adequat abgesichert sind.
Im Falle des Betriebes von AKWs kann man sich auf den Standpunkt stellen, dass man eben erst nach den Vorfällen in Japan den endgültigen Beweis vorliegen hatte, dass eben der Betrieb von AKWs OHNE adequate Versicherung des Betriebes eine Menschenrechtsverletzung (gegen Artikel3 ) darstellt. Eine Gesellschaft, die nun KEINE Massnahmen erlässt, um dieser Gefahr zu begegnen (Versicherung oder Verbot) bricht nach meiner Überzeugung den Artikel 3 der Menschenrechte.
Die berechtigte Frage, wie die Rechte der Betreiber so einer Gefahr zu behandeln sind, wenn sich die Missachtung des Artikels 3 der Menschenrechte erst in NACHHINEIN heraustellt, ist erneut nur durch ein Bekenntnis für oder gegen die Menschenrechte zu beantworten.
Da die Betreiber einer so erkannten Gefahr nicht aussserhalb des Geltungsbereiches der Menschenrechte stehen, stellt die nachträgliche Erkenntnis, dass eine bestimmte Aktivität gegen die Menschenrechte spricht, das normale Lebensrisiko eben dieser Betreiber dar. Keine noch so große Geldsumme dieser Welt kann es rechtfertigen, dass sich Teile der Gesellschaft vom allgemeinen Lebensrisiko einerseits und von der Gültigkeit der Menschenrechte andererseits freikaufen.
Damit ergibt sich für mich folgendes Fazit:
Gesellschaften, die für sich den Anspruch geltend machen wollen, dass sie die Menschenrechte achten, kommen nicht umhin nach den Vorfällen in Japan, die den endgültigen Beweis erbracht haben, dass der Betrieb von AKWs das Recht auf Leben und Sicherheit der Person gefährdet, Massnahmen zu ergreifen, diese Gefährdung von Menschenrechten zu unterbinden.

Donnerstag, 24. März 2011

24.03.2011 - Atom Gau Japan - Menschenverstand und Statistik im Einklang

Ich möchte versuchen, für ALLE verständlich zu erklären, was das Wort Risiko letztendlich bedeutet. Dazu werde ich ein einfaches Beispiel eines Würfelspiels wählen und den direkten Bezug zu dem Risiko eines Gaus aufzeigen.

Stellen sie sich vor, wir machen folgendes Spiel:

Jedes Jahr (WANN im Jahr sei hier unerheblich) wird ein Würfel geworfen. Wir betrachten das Ereignis, dass bei diesem Wurf eine Sechs erwürfelt wird. Es ist vollkommen klar, dass die Wahrscheinlichkeit, eine Sechs zu werfen, genau 1/6 (oder 16.66%) beträgt. Damit ist das Risiko, eine Sechs zu werfen also 16.66%. Nennen wir diese Größe r1(6).
Die Chance KEINE Sechs zu werfen ist die  sogenannte Gegenwahrscheinlichkeit. Sie errechnet sich zu 1- r1(6) oder 5/6 oder auch 83.33%. Damit können wir sagen: Bei unserem Spiel beträgt die Chance in einem bestimmten Jahr eine Sechs zu werfen 16.66 % und die Chance KEINE Sechs zu erhalten, liegt bei 83.33%.
Wenn wir dieses Spiel nun 8 Jahre spielen, dann könne wir fragen, wie hoch ist die Chance, das wir in diesen 8 Jahren niemals eine Sechs werfen.
Wir wissen bereits, dass die Chance in einem bestimmten Jahr  KEINE Sechs zu werfen, bei 83.33 (oder 5/6) liegt.
Die elementare Statistik lehrt uns hier, dass wir die Wahrscheinlichkeiten im Falle der Unabhängigkeit der Würfelwürfe voneinander einfach miteinander multiplizieren müssen. Und zwar genau so oft, wie wir Jahre betrachten. Im Falle von 8 Jahren also:
5/6 * 5/6 *5/6 * 5/6 *5/6 * 5/6 *5/6 * 5/6 = (5/6) hoch 8 = 0.23 oder 23%.
Damit wissen wir, dass die Chance, in 8 Jahren niemals ein Sechs zu werfen bei etwas 23% liegt. Damit wissen wir aber auch, dass die Chance in diesem 8 Jahren mindestens eine Sechs zu werfen bei 1-0.23 = 0.77 (=77%) liegt.
Als nächstes stellen wir uns die Frage, um wieviel sich die Chance erhöht, mindestens eine Sechs zu würfeln, wenn wir nicht 8 Jahre sondern 20 Jahre lang würfeln.
Wir wissen bereits: Die Chance in 20 Jahren KEINE Sechs zu würfeln errechnet sich zu
(5/6) hoch 20 = 0.03 (oder 3 %).
Damit ergibt sich analog eine Chance in 20 Jahren mindestens eine Sechs zu werfen zu
1-0.03=0.97 (oder 97 %).
Vergleichen wir die beiden Zahlen 77% und 97%  dann sehen wir:
Dadurch, dass wir jetzt 12 Jahre länger gewürfelt haben, erhöht sich unsere Chance mindestens eine Sechs zu würfeln von 77% auf 97%, also um 20%.
Das Verhältnis der beiden Zahlen ergibt 0.97/0.77 = 1.26. Die Chance,  mindestens eine Sechs zu würfeln, hat sich also um das 1.26 fache erhöht, wenn wir statt 8 Jahre nun  20 Jahre würfeln.

Betrachten wie diese Fragestellung mal in Hinblick auf das Restrisiko eines Atomgaus.
In einschlägigen Veröffentlichungen wird das Restrisiko für einen Gau für ein bestimmtes Kraftwerk in einem betimmten Betriebsjahr zu 1/10000 angegeben. Ich möchte beispielhaft mit diesem Wert rechnen.
Wir hoch ist die Wahrscheinlichkeit g8, dass in 8 Jahren wenigstens ein Gau passiert?
Dass in einem Jahr KEIN Gau passiert: k1=1-1/10000=0.9999 (oder 99.99%),
Das in 8 Jahren KEIN Gau passiert: k8=k1 hoch 8 = 0.9999 hoch 8 =0.9992 (oder 99,92%).
Dass in 8 Jahren mindestens ein Gau passiert: g8=1-k8=1-0.9992=0.0008 (oder 0.08 %).


Wiederholen wir die Rechnung für 20 Jahre, ergibt sich für g20:
g20=0.002 (oder 0.2 %).
Das Verhältnis von g20 zu g8 ist also: g20/g8 ? 0.002/0.0008 = 2.5.
Damit können wir aussagen:
Wenn das Gaurisiko für ein Betriebjahr eines AKWs bei 1/10000 liegt, dann erhöht sich das Risiko für mindestens einen Gau  um das 2.5 fache, wenn wir dieses AKW statt 8 Jahre 20 Jahre laufen lassen.
(Für die Interessierten: Es zeigt sich, dass das Verhältnis der Wahrscheinlichkeiten im Falle von sehr kleinen Einzelgauwahrscheinlichkeiten gegen das Verhältnis der jeweils betrachteten Jahreslaufzeiten geht. Damit würde auch eine Verringerung der Einzelgauwahrscheinlichkeit das oben errechnete Verhältnis nicht mehr groß ändern.)
Wenn wir dieses Ergebnis einer elementaren Wahrscheinlichkeitsrechung ernst nehmen, dann müssen wir zu dem Schluss kommen, dass eine Verringerung des Restrisikos für einen Gau nur möglich ist, wenn wir die Laufzeiten verkürzen. Das entspricht natürlich vollkommen dem gesunden Menschenverstand. Umso verblüffender für mich, dass es Menschen gibt, die diesem Ergebnis einerseits des gesunden Menschenverstandes aber auch der reinen Mathematik nicht so recht folgen wollen. Was aber kann man noch mehr tun, als Überlegungen des gesunden Menschenverstandes selbst mathematisch zu bestätigen?
Worauf nur können wir also Laufzeitverlängerungen stützen? Womit kann man das Tragen eines Risikos, sei es noch so klein, das, wenn es eintritt, Folgen hat, wie wir sie heute in Japan sehen, noch begründen?
Die einzige Chance, dieses Risiko auf NULL zu bringen, besteht also im totalen Abschalten der AKWs.
Eine Laufzeitverlängerung bei sonst gleichen Gauwahrscheinlichkeiten erhöht das Gesatmgaurisiko in jedem Falle.
Mein Fazit ist also: Sofort abschalten.

24.03.2011 - Hart aber fair vom 23.03.2011 - Wahlen im Zeichen des Japan-Gaus - mein Kommentar

Das war Wahlkampf pur. Meiner persönlichen Meinung nach liegt es in der Natur der Sache, dass H. Kauder und Fr. Homburger hier kaum punkten konnten. Sehr unkreativ wiederholten beide stereotyp Phrasen, die irgendwie nicht wirken. Parteien, die einen Kernkraftausstieg, der unter Dach und Fach war, aufkündigen und die in dem Ausstiegsszenario klaren Fristen für die Abschaltung verlängern, wirken auf mich nicht sehr überzeugend, wenn sie nun als Ausstiegsverfechter gelten wollen.
Es ist klar, dass die Grünen hier die besten Karten haben. Sie gingen aus der Antiatomkraftbewegung hervor. Nach meinem Geschmack zu moderat hat H. Özdemir eben dieses Glaubwürdigkeitsargument in die Waagschale geworfen. H. Steinmeier wirkte auf mich endlich mal kämpferisch. Im Zeichen eines möglichen Wechsels in Baden-Württemberg scheint er seine Steifheit zu verlieren. Er lächelte sogar einige Male über die wenig überzeugenden Argumente seiner Kontrahenten von den Regierungsparteien.
Als Joker glaubte sich H. Gysi. Er weiß, sollte die Linke in Baden-Württemberg in den Landtag einziehen, kann sie zum  entscheidenden Faktor werden. Die Gefahr, dass OHNE die Linke das Wahlsystem in Baden-Württemberg die Regierenden bevorzugt, steht im Raum. Es kommt auf die Abstände an.
In jedem Falle wird die Landtagswahl in Baden-Württemberg ein Krimi. Dass Rot-Grün mit Optimismus auf den Sonntag schauen, ist verständlich. Ausruhen aber wäre der falsche Weg. Gerade in den letzten Tagen muss Rot und Grün alles geben, um den Glaubwürdigkeitsvorteil auch in einen Stimmmenvorteil zu überführen.

Montag, 14. März 2011

14.03.2011 - Aussetzung der Laufzeitverlängerung - besser wäre: SOFORTIGER AUSSTIEG

Laut Focus wird Kanzlerin Merkel noch heute nachmittag eine Aussetzung der Laufzeitverlängerung verkünden.
Ich allerdings frage mich: Was soll das? Wäre es nicht an der Zeit den sofortigen Ausstieg zu verkünden?

http://www.focus.de/panorama/welt/tsunami-in-japan/energie-merkel-stoppt-akw-laufzeitverlaengerung_aid_608388.html